Da sich die 2.4GHz Technik immer mehr durchsetzt und die Wildflieger immer mehr werden,Lieferumfang_MC24set habe ich mich entschlossen meine MC22s auf 2.4Ghz umzurüsten. Das erste Problem ergab sich allerdings schon bei der Auswahl eines passenden HF-Moduls, da es von Graupner kein freigegebenes Modul für die MC22s gibt.

Auf Nachfrage bei der Firma Graupner, wann das entsprechende IFS Modul verfügbar sei, wurde ich mit einem ,"Das Modul ist in Planung" vertröstet. Auch ein direktes Nachfragen auf der Intermodellbau 2008 in Dortmund ergab keine anderes Ergebniss. Nachdem bis Ende 2008 immer noch kein Modul verfügbar war, entschied ich mich eine Alternative zu suchen.

Bei meiner Suche stellte sich heraus, das die vom Preisleistungsverhältniss beste Lösung das Spektrum DSM2 System war. Das System ist laut Erfahrungsberichten ausgereift und nich störanfällig. Ausserdem halten sich die Kosten für die Umrüstung im Rahmen, da das HF Modul mit 150 Euro und jeder Empfänger mit 40 Euro bis 100 Euro zu Buche schlägt.

Beim durchstöbern von diversen Foren erfuhr ich dann, das das Umrüstset für den Graupner Sender MC24 mit kleineren Modifikationen auch in andere Graupner Sender einsetzen kann. Unter anderem auch problemlos in die MC-22.

Also gesagt, getan. Im Dezember 2008 wurde das Set bestellt und zwei Tage später lagen dann die Teile vor mir und der Einbau konnte beginnen.

Durch den mitgelieferten Adapter, auf den das originale 4-adrige Anschlusskabel passt,war ein provisorischer Testaufbau innerhalb von kürzester Zeit fertig und der erste Test mit dem neuen Frequenzband konnte beginnen.

Nach dem einschalten des Senders kam nun nicht mehr die gewohnte Abfrage ob das HF-Modul eingeschaltet werden soll, sondern der Sender startet sofort und die Kanalanzeige im Display blinkte durchgehend mit K-- und signalisiert dadurch das nichtvorhandensein eines HF-Moduls.

Ein Blick auf das neben dem Sender liegende Spektrum Modul signalisierte allerdings eine einwandfreie Initialisierung, so das das binden des Empfängers folgen konnte. Also Sender abschalten und einen Provisorischen Empfängeraufbau mit Bindestecker herrichten. Danach die Bindetaste gedrückt halten und den Sender wieder einschalten.
Siehe da, die Bindung erfolgte wie im Handbuch beschrieben und die angeschlossenen Servos fuhren danach brav in die Mittelstellung.
Die nachfolgenden funktionstests verliefen dann vollkommen unspektakulär ohne jegliche Beanstandung, so das man davon ausgehen konnte das das Modul ohne Probleme funktioniert.

Nun ging es an den Interessanten Teil der Umrüstung. Da ich nicht vollkommen auf die Möglichkeit verzichten wollte weiterhin mit 35MHz zu fliegen, musste ich eine Möglichkeit finden wie beide Module im Sender untergebracht werden konnten.
Als optimal stellte sich dabei der linke obere erweiterungsbereich heraus, da dort bisher nur ein Schalter verbaut war und so genug Platz für die Antennenkuplung und das HF-Modul ohne das klobige Gehäuse vorhanden war.

b_180_121_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Befestigung.JPGb_180_121_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Eingebautes_Modul_1.JPGUm das Modul an dieser Stelle befestigen zu können klebte ich kurzerhand 4 Abstandshalter mit M2,5 Gewinde in den Gehäusedeckel und schraubte das 2,4GHz modul darauf. Durch die Variante des Einbaus integriert sich das DM9 Modul wunderbar in das Gehäuse und das 4Polige Kommunikationskabel kann jederzeit wieder auf das 35MHz Modul umgesteckt werden. Diese umsteck Variante finde ich persönlich besser und sicherer als einen Umschalter, da man keine Kabel auftrennen muss und und ein zufälliges umschalten auch ausgeschlossen ist.

Da zum Binden und für den Reichweitentest der kleine Taster auf der Spektrum Platine benötigt wird, muss ein externer Taster im Gehäuse eingebaut werden. Hierfür wurden 2 kleine Kabel direkt parallel zum Bindetaster auf der Spektrum Platine angelötet und mit dem externen Taster verbunden. Der Taster selber wurde dann durch einer Bohrung in der Gehäusevorderseite installiert, und ist so jederzeit gut zu betätigen und stört nicht beim Transport.

b_180_124_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Frontansicht.JPGb_185_124_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Seitenansicht.JPG


Da die 35MHz Antenne im Wechselbetrieb weiterhin benötigt wird, kann diese nicht gegen die im Set enthaltene 2,4GHz Antenne ausgetauscht werden. Nach einigen Überlegungen wie eine Alternative aussehen könnte bin ich dann über die Spektrum Ersatzantenne für Handsender gestolpert.
b_185_124_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Antennenhalter.jpg
Bei dieser Antenne wird ein Adapter in die Antenne eingeklickt und dieser anstelle der 35MHz Antene in den Sender geschraubt. Diese Version funktioniert auch wunderbar bei dem Kugelkopf der MC22s. Man klebt einfach einen M4 Gewindebolzen in die Zubehörantenne und schon kann man diese anstelle der originalen 35MHz Antenne in den Kugelkopf schrauben. Diese Version ist zwar durch das aussen verlaufende Kabel optisch nicht sehr schön, aber dafür kann die Antenne jederzeit für den Transport abgenommen werden. Beim einkleben des Gewindebolzens habe ich die Antenne erst die mit Füllmaterial ausgestopft und diese danach einfach 5 Minuten Epoxy aufgefüllt. In das flüssige Epoxy habe ich dann den Bolzen bis zur benötigten Tiefe hineingedrückt und möglichst gut zentriert. Nun musste nur noch das Antennenkabel mit dem HF-Modul verbunden werden. Da die vorhandene Antennenkupplung genau in einen der freien Erweiterungsplätze gepasst hat, wurde diese dort verschraubt und so das man nun die Antenne mit wenigen Handgriffen entfernen kann..

Das fertige Ergebnis ist zwar nicht ganz so elegant wie die Kugelkopflösung mit innen liegendem Kabel, aber dafür hat man jederzeit die Möglichkeit auf die 35MHz Übertragung zu wechseln.

b_180_0_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Fertig_Frontansicht.jpgb_181_0_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Fertig_Seitenansicht.jpgb_185_124_16777215_00_images_modellbau_MC-22_umbau_MC-22s_Spektrum_Fertig.jpg



Am nächsten Tag ging es dann auch direkt zu ersten Erprobungsflügen auf den Flugplatz.
Nachdem der Reichweitentest so wie in der Anleitung beschrieben problemlos verlaufen ist, sollte mein EasyGlider els erstes Testmodell herhalte. Nach knap 20 Minuten Flugzeit mit Steigflügen bis an die Sichtgrenze stand dann fest, das der Umbau ein voller Erfolg war und alles einwandfrei funktionierte.
Mitlerweile habe ich nun fast alle meine Modelle umgerüstet und bin absolut zufrieden mit dem System.

Joomla templates by a4joomla